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DGB-Jugend
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12.06.2012

Bundesjugendkonferenz eröffnet
 

Das Wetter ist schlecht, aber das Ambiente gut - und die Stimmung ohnehin: Rund 100 Jugendliche aus allen Bereichen unseres Organisationsgebiets sind am Dienstag in der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen zur ersten Bundesjugendkonferenz der EVG zusammen gekommen. Sie werden bis Donnerstag die Linien der Jugendpolitik der EVG für die kommenden fünf Jahre festlegen.

Welcher Ort wäre besser geeignet für die erste ordentliche Jugendkonferenz der EVG“, so Vorstandsmitglied Reiner Bieck zur Eröffnung. „Die Kumpels, die hier jahrzehntelang gebuckelt haben, wussten, wozu eine Gewerkschaft gut ist.“ Der Organisationsgrad im Bergbau liege noch heute bei über 90 Prozent. Die Zeche Zollverein war fast 150 Jahre lang aktives Bergwerk. 1986 wurde sie stillgelegt und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Jugendkonferenz der EVG tagt zum ersten Mal in dieser Zusammensetzung. Ihre Teilnehmer wurden in den Wahlkreiskonferenzen gewählt. Die Konferenz wählt einen neuen Bundesjugendleiter bzw. eine neue Bundesjugendleiterin und wird rund 120 Anträge beraten.


„Nach dem Aufbau der Jugendarbeit geht es jetzt um Kreativität und um Stabilität“, so Reiner Bieck. „Es geht um die Festigung der Jugendarbeit in der EVG. Nutzt die Chancen zur Debatte und trefft Entscheidungen, die die Werte der EVG voranbringen.“

Christian Schlagbauer, Jugendsekretär der österreichischen EVG-Schwestergewerkschaft vida, wies in seinem Grußwort auf die Wichtigkeit einer internationalen Vernetzung auch im Jugendbereich hin, „und ich bin froh, dass diese Zusammenarbeit im Verbund der deutschsprachigen Länder wunderbar funktioniert.“

Christian Beck, Jugendsekretär der IG BAU, kritisierte die aktuellen Krisenbewältigungsversuche in Europa. Die Verantwortlichen für die Krise müssten endlich in die Haftung genommen werden. Er sprach sich auch gegen die Einführung von Schmalspurausbildungen aus. „Mehr Ausbildungsplätze dürfen nicht auf Kosten der Ausbildungsqualität gehen. Um das zu verhindern, brauchen wir starke Gewerkschaften.“